Klinische Studien
Ein besonderer Schwerpunkt der Klinik für Internistische Onkologie ist die Anwendung und Erprobung neuer Medikamente in der Krebstherapie im Rahmen Klinischer Studien. Dazu zählen unter anderem klassische Zytostatika, Hormone sowie biologische Medikamente, wie zum Beispiel Interferone, Interleukine, monoklonale Antikörper, Naturstoffe, Vitamin-Abkömmlinge, und Liposomen.
Viele Tumorerkrankungen können inzwischen behandelt werden, einige wenige sind sogar heilbar. Trotzdem kann der derzeitige Stand der Therapiemöglichkeiten weder den Patienten noch die Ärzte befriedigen. Die Behandlung mit zugelassenen Medikamenten und Dosierungsschematas stellen zwar zur Zeit die Standardtherapien in der medizinischen Onkologie dar. Wenn aber diese Standardtherapien nicht oder nicht mehr wirksam sind, was dann?
Für diese Patienten kann es sinnvoll sein, die Teilnahme an einer Klinischen Studie in Erwägung zu ziehen, in der unter strengen rechtlichen und ethischen Regeln neue Medikamente geprüft werden. Sie haben so die Gelegenheit, eventuell möglichst frühzeitig von neuen Therapieansätzen zu profitieren.
Clinical Trial Unit (CTU)
Die Klinik für Tumorbiologie hat in der Klinik für Internistische Onkologie die
Rahmenbedingungen geschaffen, um entsprechend aller verbindlichen Regeln
experimentelle Therapien den infrage kommenden Patienten anzubieten. Sie
verfügt über ein umfassendes Know-how zur Durchführung solcher Therapien und
bietet diese im Rahmen spezieller Einrichtungen an: Clinical Trial Unit (CTU)
für neue medikamentöse Therapien Cell & Immune Therapy Unit (CITU) für neue
zell- und immuntherapeutische Therapien. Beide Einrichtungen werden von
kompetenten Medizinern geleitet, die über eine jahrelange Expertise auf diesen
Gebieten verfügen.
Weitere Information unter CTU (Klinische
Studien)
und CITU (Zell- und
Immuntherapie).
Folgende Klinische Studien laufen derzeit am Internationalen Pankreaskarzinomzentrum Freiburg:
PANCREC - Freiburg
Prospektiv randomisierte Single Center Studie zum Vergleich zweier unterschiedlicher Rekonstruktionstechniken auf die Komplikationsrate und Inzidenz von Pankreasfisteln nach partieller Pankreatikoduodenektomie.
Ansprechpartner: Dr. Keck, Dr. Wellner
Abt. Allgemein und Viszeralchirurgie - Universitätsklinik Freiburg
Tel: 0761/270-2589, E-Mail: ulrich.wellner@uniklinik-freiburg.deDISPACT - Heidelberg
Randomisiert kontrollierte Studie zum Vergleich zweier chirurgischer Techniken zur Pankreaslinksresektion (Stapler/Skalpell Handnaht).
Ansprechpartner: Dr. Keck, Dr. Wellner
Abt. Allgemein und Viszeralchirurgie - Universitätsklinik Freiburg
Tel: 0761/270-2589, E-Mail: ulrich.wellner@uniklinik-freiburg.deCONKO-005 - Berlin
Prospektiv randomisierte multizentrische Phase III Studie: Adjuvante Therapie des R0-resezierten Pankreaskarzinoms mit Gemcitabine plus Erlotinib versus Gemcitabine über 24 Wochen.
Ansprechpartner in Freiburg: Dr. Keck
Abt. Allgemein und Viszeralchirurgie - Universitätsklinik Freiburg
Tel: 0761/270-2401, E-Mail: tobias.keck@uniklinik-freiburg.deCONKO-006 - Berlin
Additive Therapie beim R1 resezierten Pankreaskarzinom mit Gemciabine plus Sorafenib versus Gemcitabine plus Placebo über 12 Monate - eine doppelblinde, placebokontrollierte Phase IIb Studie.
Ansprechpartner in Freiburg: Dr. Keck
Abt. Allgemein und Viszeralchirurgie - Universitätsklinik Freiburg
Tel: 0761/270-2401, E-Mail: tobias.keck@uniklinik-freiburg.deMoxifloxacin - Freiburg
Pankreasgängigkeit von Moxifloxacin (BAY 12-8039) nach intravenöser Applikation in das exkretorische Pankreassekret.
Ansprechpartner: Dr. Keck, Dr. Herzberger
Abt. Allgemein und Viszeralchirurgie - Universitätsklinik Freiburg
Tel: 0761/270-2401 E-Mail: christoph.herzberger@uniklinik-freiburg.deHEAT - München
Prospektive, randomisierte, dreiarmige, multizentrische Phase III-Studie zur adjuvanten Therapie bei Patienten mit R0/R1 resezierten Pankreaskarzinom: Gemcitabine vs. Gemcitabine plus Cisplatin vs. Gemcitabine plus Cisplatin in Kombination mit regionaler Hyperthermie (RHT).
Ansprechpartner in Freiburg: Dr. Keck
Abt. Allgemein und Viszeralchirurgie - Universitätsklinik Freiburg
Tel: 0761/270-2401, E-Mail: tobias.keck@uniklinik-freiburg.deAntikörper-Therapie maligner Erkrankungen - Freiburg
Humane monoklonale anti-Tumor Antikörper-Definition erkannter Antigene und Möglichkeiten der individualisierten antikörpervermittelten Therapie maligner Erkrankungen.
Ansprechpartner: Dr. Wittel
Abt. Allgemein und Viszeralchirurgie - Universitätsklinik Freiburg
Tel: 0761/270-2401 E-Mail: uwe.wittel@uniklinik-freiburg.deChroPac - Heidelberg
Untersuchung der Unterschiede zwischen zwei Strategien zur Entfernung des Bauchspeicheldrüsenkopfes bei chronischer Pankreatitis hinsichtlich der Lebensqualität. Dabei steht der Stellenwert der Erhaltung des Duodenums im Vordergrund
Ansprechpartner in Freiburg: Dr. Keck
Abt. Allgemein und Viszeralchirurgie - Universitätsklinik Freiburg
Tel: 0761/270-2401, E-Mail: tobias.keck@uniklinik-freiburg.de
Strenge rechtliche und ethische Rahmenbedingungen
Die Klinische Erprobung innovativer Therapieansätze (medikamentöse oder zelltherapeutische Behandlungen) ist zugleich eine Voraussetzung für den therapeutischen Fortschritt in der Onkologie. Solche noch nicht zugelassene Therapiestrategien finden zu Recht unter strenger rechtlicher und ethischer Aufsicht statt. Und es ist ein langer Weg, bis eine experimentelle Therapie als Standardtherapie akzeptiert wird. In der Regel dauert dies mehrere Jahre.
